Tag 1: Von Enkenbach nach Imsbach

Es war wieder soweit: Wir konnten beobachten, wie Herrchen und Frauchen Fleisch, Obst und Gemüse dörren und die Rucksäcke bestücken. Schnell war uns klar: Es geht wieder auf Tour. Diesmal sind wir erst losgefahren, als der Tag schon fortgeschritten war und sind auch gar nicht weit gelaufen, bis wir unser erstes Camp erreicht hatten. Dort haben wir mit Frauchen ein bisschen Outdoor-Agility gemacht, sprich, wir sind über alles gehüpft, über alles balanciert und unter allem durchgekrochen, was sich so finden lies.

Anschließend haben wir einen gemütlichen ersten Abend am Lagerfeuer verbracht und unsere erste Nacht gemeinsam und zusammengekuschelt im Zelt übernachtet.

Am nächsten Morgen dann haben wir hungrig auf’s Frühstück gewartet. Allerdings lässt das Frühstück auf Trekkingtour immer auf sich warten. Meistens bekommen wir nur so eine handvoll Futter morgens und dann immermal wieder was über den Tag verteilt. Frauchen meint, das sei besser, als mit vollem Magen loszuspazieren. Naja, wenn sie meint. PWN Aug15 02Zum Glück gibt es ja immer wieder Pausen, und da bekommen wir dann auch mal ein getrocknetes Würstchen oder sowas und für hübsches Posen an schönen Stellen auf dem Weg dürfen wir uns eh immer was dazuverdienen. Frauchen nutzt eh so gut wie jede Gelegenheit um Fotos von uns zu machen – v.a. in den Pausen. Einmal saßen und lagen wir zum Beispiel einfach auf einer Wiese rum. Da hat Frauchen dann durch die Kamera wie wir die Landschaft beobachtet haben.

Nach der Wiesen-Pause ging es ein Stück an einer befahrenen Landstraße entlang, aber wir sind ganz brav neben Herrchen und Frauchen gelaufen. Dann sind wir von der Landstraßen abgebogen und kamen zu einer Brücke. Während wir die Brücke überquerten, rasten unter uns Autos und LKWs hinweg. Der Himmerl zog sich unter dessen leider immer mehr zu, und manchmal fiel ein Regentropfen auf unsere Hundenasen.PWN Aug15 07Wir kamen aber gut voran. Nur haben Herrchen und Frauchen an einer Stelle entschlossen, dass sie versuchen wollen, ob sie sich eine Schleife nicht sparen können. Das hat mehr oder weniger gut geklappt. Wir haben uns kurzzeitig quer durch den Wald geschlagen – was die Menschen wohl mehr forderte als uns Hunde. Unten angekommen, kamen wir an einem Wanderparkplatz an und haben dort nochmal eine kurze Rast eingelegt, bevor wir den restlichen Anstieg zum Trekkingplatz in Angriff genommen haben.

PWN Aug15 08PWN Aug15 09

Am Trekkingplatz angekommen, hat Herrchen leider feststellen müssen, dass die angekündigte Quelle versiegt war. Es war die letzten Wochen wohl zu trocken gewesen. Also bin ich, Arkos, mit Frauchen nocheinmal losgezogen zur nächsten Ortschaft, um dort nach Wasser zu fragen. Chili fand das erstmal gar nicht gut, dass ich mit Frauchen einfach gehe und den Rest im Stich lasse. Sie hat uns lange nachgebellt, aber irgendwann hat sie sich beruhigt und das Feuer bewacht, das Herrchen dem Regen zum Trotz nährte. Als ich wieder da war, haben wir uns zusammen in die Nähe des Feuers gelegt, gewacht und geruht. Leider hat uns dabei der immer wieder einsetzende Regen des Öfteren gestört. So dass wir immer wieder aufgestanden sind und nach regengeschützten Ruheorten gesucht haben. Während ich, Arkos, den vor dem Zelt (direkt unter einem hohen Baum) gefunden habe, hat sich Chili unter Frauchens Beine verkrochen.

Tag 2: Von Imsbach nach Ramsen

PWN Aug15 13Am nächsten Tag haben Herrchen und Frauchen etwas gebraucht, bis wir loskamen. Es war doch etwas aufwändiger, die regennassen und schmutzigen Sachen waren zusammen zu packen. Aber auch an diesem Tag haben wir es schlussendlich geschafft und sind wieder losmarschiert. Es ging durch Wälder, durch Wiesen auf einem Hügelkamm, durch Ortschaften und wieder über die vielbefahrene Straße. Wir kamen an einem Bach vorbei, in dem wir uns erfrischen durften und liefen über viele, verschiedene Untergründe, unter anderem über einen Weg aus großen Steinplatten, über Teer und über Schotter mit mehr oder weniger großen Steinchen.

Wenn es ging haben Chili und ich uns dann den Grünstreifen geteilt, da es viel angenehmer war über den Grünstreifen zu laufen als über den Schotterweg. Auch auf dieser Strecke haben wir natürlich immer wieder kleinere Päuschen eingelegt, aber kein Platz lud uns zu längerem Verweilen ein.PWN Aug15 14Auch an diesem Tag mussten Frauchen und Herrchen wieder nach Wasser fragen, da wir an keiner Quelle vorbeigekommen waren. In der Ortschaft Ramsen, kurz vor unserem Übernachtungsplatz war aber zum Glück wieder jemand so nett und lies Frauchen die Wasserflaschen füllen, während wir Hunde das ein oder andere Leckerchen abgestaubt haben. Das letzte Wegstück zum Trekkingplatz und den ganzen Abend begleitete uns dann auch die Sonne – das war doch besser zugezogener Himmel.PWN Aug15 15Am Trekkingplatz angekommen stellten wir dann fest, dass wir uns das Lagerfeuer an diesem Abend mit einem anderen Hund teilen mussten. Aber wir haben uns eigentlich ganz gut benommen, wenn man davon absieht, dass ich, Arkos, meinen Konkurrenten vorsichtshalber immer mal wieder angrummeln musste.

Tag 3: Von Ramsen nach Enkenbach

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PWN Aug15 17Auch an diesem Morgen waren Herrchen und Frauchen eher gemütlich gestimmt. Sie saßen länger noch am Lagerfeuer und wir dösten zu Frauchens Füßen vor uns hin. Wobei Chili nicht nur unter Frauchens Beinen döste, sie muss doch immer ihren schweren Kopf ablegen, und dafür nimmt man dann auch komische Schlafplätze in Kauf. Hauptsache, der Kopf kann erhöht abgelegt werden. Aber ist ja auch irgendwie gemütlich, so zwischen zwei Baumstämmen.

Irgendwann gings aber auch an diesem Tag los und nachdem wir vom Trekkingplatz abgestiegen waren, liefen wir durch ein romantisches Tal den Eiswoog entlang. Auf diesem Weg kamen wir so gut voran, dass Frauchen ganz überrascht war, dass wir schon die Hälfte des geplanten Weges zurückgelegt hatten, als wir recht unvermittelt vor einer Gaststätte standen. Frauchen hatte Hunger also kehrten wir dort ein. Dort waren ganz schön viele Hunde, aber weil wir so müde waren, haben wir uns sehr gut benommen, und lieber gedöst, während die anderen lauten, polternden Kindern hinterhergewufft haben.

Dann gingen wir weiter. Durch schönen Nadelwald auf roten, sandigen Waldwegen, die sehr angenehm zu laufen waren, immer sanft den Berg hinauf. PWN Aug15 21Wir liefen spontan ein bisschen anders, als Herrchen eigentlich geplant hatte, aber es waren schöne Wege, die wir gefunden haben. Schließlich kamen wir an einem kleinen Weiher an und durften uns dort nach der langen Tour abkühlen und ein bisschen die Beine austoben. Herrchen und Frauchen saßen derweil auf einer Bank, ließen die Beine baumeln und kuckten auf den Weiher. So ließen wir alle zusammen diese Tour durch den Pfälzer Wald ausklingen…PWN Aug15 20