Auf dem Albsteig von Owen nach Bad Urach

An Christi Himmelfahrt ging es los zu unserer ersten Zwei-Tages-Wanderung mit Übernachtung. Der Wetterbericht war zwar nicht der beste, aber das hielt uns nicht auf, es anzugehen. Ausgespäht hatten wir den Albsteig (HW1 – Etappe 8&9). Wir wollten in den zwei Tagen von Owen nach Lichtenstein laufen, mit Übernachtung auf dem Campingplatz in Bach Urach.

Schon bei der Anfahrt bekam ich Fußkribbeln, als ich die Alb vor uns liegen sah. Die schroffe, aber nicht zu alpine Landschaft finde ich einfach wunderschön. Gegen 13.00 starteten wir in Owen (wir kamen aus verschiedenen Gründen leider nicht früher los). Die Luft war zwar etwas feucht, aber sonst war das Wanderwetter gut. Immerhin brannte einem nicht die Sonne auf den Kopf. Die Tour startete gleich mit dem schwersten Teil: Dem Aufstieg auf die Alb.

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Zuerst ging es noch etwas sanfter bergauf,
entlang an schönen Blumenwiesen.

 

 

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Im Wald säumte oft Bärlauch unseren Weg.

 

 

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Je höher wir kamen,
desto mehr zeigten sich auch Felsvorsprünge im Wald.

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Geschafft: Der Aussichtspunkt Brucker Fels ist erreicht!

 

 

 

Der anspruchvollste Teil der Wanderung liegt nun hinter uns. die circa 300 Höhenmeter sind geschafft. Wir befinden uns oben auf der Alb und können den ersten Ausblick genießen (unter anderem auf die Bug Teck). Allerdings verweilen wir nicht zu lange, da sich kurz vor uns Tageswanderer hier für ihre Rast niedergelassen hatten (fast hätte Chili ein Tofu-Würstchen abgestaubt :D).Albsteig08_05Wir laufen also weiter es geht über Wege mit Wurzeln und Steinen, begleitet von Vogelgesang, meist ganz nah am Albtrauf. Dann biegen wir etwas ab und passieren einen Teil der alten Wehrmauer “Heidengraben” und laufen auf Erkenbrechtsweiler zu.

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Chili passiert einen Teil des Heidengrabens.

 

 

Hinter Erkenbrechtsweiler nutzen viele Segelflieger und Paraglider die Thermie und den freien Tag. Wir haben also nicht nur die Landschaft um uns herum zum Bestaunen, sondern auch reichlich Action am Himmel zu beschauen (wir überlegten schon, wie die das hinbekommen, ohne Unfälle zu bauen).

Albsteig08_07Blick über Erkenbrechtsweiler (das Handy war zu schwach die Himmelsflugkörper aufzunehmen; einen Pukt oben links erkennt man allerdings).

Gegen 14.45 finden wir einen schönen Felsvorsprung, der uns zum Rast machen einlädt. Wir setzen zum ersten Mal die Rucksäcke ab und genießen etwas länger die tolle Aussicht, die sich uns bietet. Wir schauen auf Beuren und es trägt auch etwas Musik des dortigen Festles zu uns hinauf.Albsteig08_08

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Natürlich modeln auch Arkos und Chili vor dieser schönen Aussicht für mich.

 

 

 

 

 

Gut gestärkt und erholt ziehen wir weiter. Kurz darauf (nach guten 8 km insg. der Tour) erhaschen wir einen ersten Blick auf die Burg Hohenneuffen, die auch auf unserem Weg liegt.Albsteig08_10Als wir am Parkplatz der Burg, von dem aus der einzige Weg führt, ankommen, sind wir erstmal etwas erschlagen von den Besuchermassen. Im Strom der Menge schlängeln wir uns unseren Weg. Vollbepackt, wie wir sind, wollen wir nicht recht in das Bild der Feiertagsausflügler passen. Auf der Burg angekommen genießen wir den Blick auf die Ebene, halten uns aber nicht zu lange auf, da wir schnell wieder zurück in die Einsamkeit und Ruhe der Natur kommen wollen.Albsteig08_11Als wir den Burgparkplatz hinter uns gelassen haben, wartet nochmal ein kleiner Anstieg auf uns. Da wir erst am Mittag losgekommen sind, heißt es jetzt auch noch ein bisschen mehr auf das Vorankommen achten. Wir laufen immer am Albtrauf entlang und genießen im Vorbeigehen die ein oder andere schöne Aussicht, die sich uns bietet. Wir machen immer nur kurze Pausen zum Trinken oder etwas richten. Gerade so lange wie man eben braucht, um Schuhe und Rucksack in Ordnung zu bringen und kurz neue Energie zu tanken.

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An einem besonders nett gestalteten Aussichtspunkt dürfen Arkos und Chili noch einmal kurz modeln.

 

 

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Im Wald können wir an einigen Stellen ein tolles Lichtspiel betrachten: Sonnenstrahlen brechen durch das Laub und werfen helle Punkte auf den Boden.

 

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Mitten durch die Wiese führt uns der Weg beim Segelflugplatz bei Hülben.

 

 

 

Am Ortseingang nach Hülben endet unser Weg auf dem HW1. Da wir nicht direkt nach Bad Urach hineinlaufen wollen, sondern den abseits gelegenen Campingsplatz ansteuern, lassen wir auch die Querung der Ortschaft Hülben aus. In der Natur laufen ist doch so viel schöner. Nach einer kurzen Irritation (wenn Wege, die auf Karten existieren, in der Realität plötzlich nicht da sind…) finden wir den Weg zum Absteigen. In einem lauschigen Stückchen Wald steigen wir also hinab in ein wunderschön gelegenes Tal. In dem romantischen Tal laufen wir entlang von Weihern und einem Bachlauf dem Campingplatz entgegen.

Um 18.40 kommen wir, nach 21 km Wanderung, am Campingplatz an. Wir machen ersteinmal Pause, die Hunde dürfen sich im direkt neben dem Platz fließenden Bach erfrischen, dann beginnen wir langsam das Zelt aufzubauen. Albsteig08_18Während wir das Zelt aufbauen, bzw. mein Mann es aufbaut, und ich die Hunde hüte und anderen Kram richte, genießen die Hunde, v.a. Chili, die Pause. Arkos braucht zunächst noch etwas um auch wirklich zu entspannen, aber auch er muss sich schnell eingestehen, dass er müde ist.

Albsteig08_23Als das Zelt steht, gibt es Essen. Die Hunde dürfen sich über mit ihnen geteiltes Finncrisp freuen, das sie so sehr lieben. Dann machen wir auch schon alles bereit für die Nachtruhe: Die erste erwanderte Nach im Zelt. Wir sind müde, aber glücklich.
In der Nacht fängt es an zu regnen und so besteht unser Zelt seine Regen-Prüfung. Um 6.30 klingelt unser Wecker, denn wir haben noch einiges an Weg vor uns. Nach einem kurzen Frühstück bauen wir ab und packen unsere Rucksäcke. Um 8.30 starten wir dann – so gut gegen den Regen geschützt, wie es unsere Ausrüstung hergibt. Das heißt: Den Rucksäcken geht es prima, den Hunden sowieso und auch die Füße bleiben trocken. Die Oberbekleidung durchnässt allerdings zusehends. Gute 5 km laufen wir trotzdem tapfer an Bergflanken entlang bis wir (ohne Ortschaften direkt zu passieren) vom Campingplatz in die Stadtmitte von Bad Urach gelangen.Albsteig08_24Am Ortseingang nach Bad Urach

In Bad Urach beschließen wir dann, die zweite Tour abzubrechen. Frauchen und Herrchen wechseln auf die warmen und trockenen Kleider, die sie noch haben. Dann gibt es Kaffee unter einem Balkonvorsprung und Warten auf den Abholdienst.Albsteig08_25Auch, wenn die Rest der Tour ins Wasser fiel: Wir sind um viele Erfahrungen und sehr viele tolle Eindrücke reicher! Und behalten die Tour in guter Erinnerung.